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Gesundheit

Was sind eigentlich Kollagene?

Es gibt Themen, von denen man schon mal gehört hat und von denen man weiss, dass sie irgendwie wichtig sind.

Was sind eigentlich Kollagene?

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei den Kollagenen (auch: Collagenen) handelt es sich um sogenannte Strukturproteine, die Faserbündel bilden.
  • Doch was heisst das genau?
  • In Knorpeln, Sehnen, Knochen und Bändern befinden sich weisse Fasern, die unelastisch sind. Diese werden von Kollagenen gebildet.
  • Kollagen macht 25 bis 30 Prozent aller im menschlichen Organismus befindlichen Proteine aus. Auch für die Haut ist dieses Eiweiss sehr wichtig.

Es gibt Themen, von denen man schon mal gehört hat und von denen man weiss, dass sie irgendwie wichtig sind. Kollagen ist für viele ein solches Thema. Man weiss, dass Kollagene für die Haut wichtig sind, aber dass diese Proteine darüber hinaus entscheidende Funktionen in unserem Organismus übernehmen, ist nur wenigen bekannt.

Wofür ist Kollagen zuständig?

Bleiben wir zunächst einmal bei der Haut, dem grössten menschlichen Organ. Kollagene werden hier dringend benötigt, denn als wichtiger Bestandteil des Bindegewebes in der Haut halten sie dieses Gewebe fest und machen es gleichzeitig elastisch. Des Weiteren kann Kollagen Feuchtigkeit speichern und an die Haut abgeben.

Doch das ist noch nicht alles, auch vor der Bildung von Falten in der Haut bewahren uns die Kollagene. Warum aber bekommen wir die Falten trotzdem irgendwann? Nun, das ist einfach erklärt, denn mit zunehmendem Alter kann der Körper nicht mehr genug eigenes Kollagen produzieren. So nehmen auch die Straffheit der Haut sowie ihre Elastizität spürbar ab. Auch in Knochen, Knorpeln, Sehnen, Gelenken und Muskeln sind Kollagene vorhanden, doch dazu später mehr.

Vier Typen von Kollagenen

In der Wissenschaft ist von vier Kollagentypen die Rede. Während sich Typ 1 in Knochen, Haut, Gefässen, inneren Organen, Sehnen, Faszien und im Zahnbein befindet, kommt Typ 2 im Glaskörper des menschlichen Auges vor sowie in den Knorpeln. Kollagen Typ 3 findet sich in Blutgefässen, im Uterus und in der Haut, Typ 4 in Zellmembranen, in der Augenlinse und in den Filterkörpern der Niere.

Doch wann fährt unser Organismus die Herstellung dieser Proteine herunter? Schon mit 25 Jahren wird die Produktion von Kollagenen gedrosselt. Wer seinen 40. Geburtstag begeht, besitzt nur noch 70 Prozent der ursprünglich im Körper vorhandenen Kollagenmenge. Wer oft zur Zigarette greift und sich unausgewogen ernährt, muss damit rechnen, dass diese Faktoren die Kollagenproduktion des Körpers zusätzlich hemmen.

Kollagen stützt auch Muskeln, Sehnen, Knochen und Gelenke

Das ist einer der Gründe, weswegen Sportverletzungen mit zunehmendem Alter häufiger auftreten. Das Gewebe ist nicht mehr so elastisch wie zuvor, weil das Strukturprotein Kollagen in den Muskeln fehlt. Das gilt auch für Gelenke und Knorpel, für Knochen und Sehnen. Dementsprechend kommt es auch in diesen Bereichen immer häufiger zu Verletzungen, je älter wir werden.

Kollagen setzt sich zusammen aus langen Ketten von Aminosäuren. Diese Ketten formen sich zu einer schraubenförmigen Helix. Drei solcher Helixstrukturen formen gemeinsam eine Superhelix, die das eigentliche Kollagen bildet und durch Wasserstoffbrücken zusammengehalten wird. Unzählige dieser Superhelices wiederum formen eine Kollagenfaser. Diese lässt sich kaum dehnen und ist somit enorm zugfest, weil die Aminosäureketten sehr dicht gewickelt sind.

Nahrungsergänzungsmittel können dem Organismus fehlende Kollagene zuführen. Wenn Sie Kollagen über Lebensmittel zu sich nehmen möchten, empfiehlt sich eiweissreiche Nahrung wie Fleisch- und Milchprodukte, Eier, Fisch sowie Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen.

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Häufige Fragen (FAQ)